Reaktion zu unserem „offenen“ Brief an den DFV

In einer Art „offenem Brief“ hatten wir unsere Gedanken zu einer Stellungnahme des DFV geschrieben.

Womit wir nicht gerechnet hatten, passierte: Wir erhielten einen Anruf von Rechtsanwalt und Experten des DFV Herrn Müssig.

Unabhängig davon, ob es bisher Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz gegen Rettungsdienstpersonal gab, oder nicht, bestand aber genau diese Rechtsunsicherheit. Eine „Notkompetenz-Regelung“ war die Legitimationsgrundlage für eine regelhafte Tätigkeit. Ein Zustand der von ganz, ganz vielen aus der Praxis zu recht kritisiert wurde. Das nun dies in der jetzt gewählten Form so nicht mehr besteht, unterstützen wir ausdrücklich. Klar ist natürlich auch, dass der neue § 2a NotSanG keine uneingeschränkten Freiheiten gibt und es insoweit auch zu keinem „allumfassenden“ Gefühl der Rechtssicherheit führen darf. Es ist jedoch ein Anfang, ein ganz wichtiger, erster Schritt, gerade auch im Sinne einer effektiven und guten präklinischen Versorgung im Sinne des Patienten. Dies aber definiert sich in unseren Augen weder alleine aus der Existenz eines Notarztes noch aus irgendwelchen Freiheiten des Rettungsfachpersonals, sondern immer nur aus einem Teamspiel.

Zwar vertrat Herr Müssig in dem gemeinsamen Gespräch eine etwas andere Ansicht, gerade im Hinblick auf die Frage der zuvor bestehenden Rechtsunsicherheit, u.a. da er bereits selbst Notfallsanitäter/Rettungsassistenten in strafrechtlichen Ermittlungsverfahren vertreten hat. Gleichwohl stellte er uns gegenüber deutlich heraus, dass er sehr wohl hinter den Mitwirkenden im Rettungsdienst stehe, unabhängig davon ob diese Mitgliedern des DFV sind, und die nunmehr verabschiedete Gesetzesänderung, als absolut nicht schädlich einschätze.

Insgesamt machte das gemeinsame Gespräch, welches durchweg sachlich und absolut auf Augenhöhe stattfand, aber auch deutlich, dass es sehr wichtig ist, miteinander immer auch in einen offenen und direkten Diskurs zu treten. Denn eines sollte und darf auch dabei nicht vergessen werden, nur weil unterschiedliche Ansichten und Meinungen vertreten und postuliert werden, sollte jedoch die Auseinandersetzung ausschließlich auf der sachlichen Ebene stattfinden. Insgesamt wollen wir uns daher ohne Wenn und Aber bei Herrn Müssig für das offene Gespräch bedanken und freuen uns insgesamt auf einen weiterhin konstruktiven Austausch.

Die Rettungsaffen, Sven und Tobi

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